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Das Ziel jedes Modellflugvereins muss es sein, dass jedes seiner Mitglieder sich sicherheitsbewusst verhält, sowohl auf dem Modellflugplatz am Boden, als auch beim Steuern der Modelle in der Luft, so dass dieses schöne Hobby sicher und lange betrieben werden kann !

Im offiziellen Organ des Schweizerischen Modellflugverbandes SMV (Spartenverband des Aero-Club der Schweiz), der Zeitschrift 'modell flugsport' als auch im offiziellen Organ des Aero-Clubs der Schweiz, der Zeitschrift 'AeroRevue', sind immer mal wieder Artikel oder einfach nur Passagen betreffend Sicherheit im Modellflugsport zu lesen.

 

Zwei Artikel möchte ich besonders hervorheben.

1. Unfälle vermeiden helfen aus der modell flugsport 6/2017

Grundsätzlich gilt: Von der Modellfliegerei gehen bei verantwortungsvollem Umgang mit dem Fluggerät und bei richtiger Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und der Restrisiken keine besonderen Gefahren aus. Jeder Unfall ist jedoch einer zu viel ! 

Ein Unfall kann für den Verursacher unter Umständen schwerwiegende Folgen haben: Wird eine andere Person schwer verletzt, sind die Strafverfolgungsbehörden bei Kenntnisnahme verpflichtet, eine Untersuchung zu eröffnen und den Sachverhalt zu klären. 

Dies kann zu einer strafrechtlichen Verurteilung führen. Zudem kann ein Unfall den Verursacher teuer zu stehen kommen: Stellt sich ein Verschulden des Verursachers heraus, kann er zur Leistung von Schadenersatz und Genugtuung sowie zum Ersatz von Untersuchungs- und Anwaltskosten verpflichtet werden. Nicht zu vergessen ist, dass bereits fahrlässiges Handeln, also Unachtsamkeit, genügen kann.

Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Ursachen, die zu Unfällen führen können:

Überforderung Neupiloten sind wesentlich schneller überfordert, als «alte Hasen». Ein Grossmodell oder ein schnell fliegendes Modell überfordert schneller als ein langsam fliegendes und gutmütiges Modell
Propeller Laufende Propeller haben ein ganz erhebliches Verletzungspotenzial. Rollen zwischen Personen zu oder von der Piste sind zu unterlassen. Die Motoren dürfen nur in gesicherten Zonen und mit festgezurrten Modellen angelassen werden. Bei Motorentests dürfen sich keine Personen vor oder im Wirkungskreis des Propellers befinden. Eine besondere Bedeutung kommt diesbezüglich dem Flugplatzlayout zu.
Fehleinschätzungen Flughöhe, Fluggeschwindigkeit und Distanz zum Modell können zu Fehleinschätzungen führen, die so und so oft zu Abstürzen oder Unfällen führen.
Gesundheitliche Einschränkungen Einschränkungen der Sehfähigkeit oder des Bewegungsapparats können zu Abstürzen oder Unfällen führen.
Hektik Hektische Flugvorbereitung führt häufig zu unnötigen Abstürzen oder Unfällen. Die Gefahr, dass man den Aufbau des Modells oder die Vorflugkontrolle nicht seriös genug durchführt, ist dabei gross.
Verletzung von Flugregeln  Nichteinhalten von generellen Flugregeln (Flugplatzreglement oder allgemein gültige Sicherheitsregeln). Siehe dazu das «Safety Kompendium», das im SMV-Sekretariat verfügbar ist
Alkohol Alkohol und gleichzeitig fliegen geht nicht!! Vor allem bei Flugtagen besteht ein erhöhtes Risiko.
Unkonzentriertheit Konzentrationsschwächen oder unkonzentriertes Fliegen, weil abgelenkt, führt immer wieder zu Abstürzen. Der Pilot schaut kurz weg (warum auch immer) und steuert dann das falsche Modell. Sein Eigenes stürzt dann irgendwo ab.

 

Um Unfälle zu vermeiden, gib es diverse Möglichkeiten. Jeder Verein sollte dafür sorgen, innerhalb des Vereins eine Safety-Kultur zu etablieren, sodass sämtliche Mitglieder gleichen Teils um einen sicheren Flugbetrieb bemüht sind.

Eigenverantwortung Jeder Pilot hat eine Eigenverantwortung, innerhalb dieser er sich bewegt sollte, alles andere ist fahrlässig. Er würde sonst nicht nur sich selber schaden, sondern auch einen «Flurschaden» für unser Hobby hinterlassen (Verärgerung von Anrainern, Kollegen, Spaziergängern, schlechte Presse usw.)
Befolgen von Regeln

Vereinsstatuten, Flugplatzreglemente, Verhaltensregeln und Checklisten wie im «Safety Kompendium» beschrieben, sind einzuhalten und zu befolgen. Folgende einfache Regeln gelten immer:

• Niemals direkt auf Personen oder Tiere zufliegen!

• Beim Einkurven muss die Kurve vor dem Vorbeiflug vollständig beendet sein!

• Niemals Personen, Fahrzeugpark oder angrenzende Liegenschaften überfliegen

• Bei grossen und schnellen Modellen sollte immer ein zweiter Pilot beratend (und zur Luftraumbeobachtung) zur Seite stehen.

Flugplanung Jeder Pilot sollte vor dem Flug eine Flugplanung machen. Nicht einfach starten und wild drauflos fliegen. Wenn man das «Flugprogramm» immer vor dem geistigen Auge hat, wird der Flug automatisch kontrollierter und damit auch sicherer.
Gegenseitige Aufsicht Ganz wichtig ist, dass Kollegen auf die Fehler von anderen aufmerksam machen. Manchmal ist es so, dass Regelverstösse nicht bewusst begangen werden. Umso wichtiger ist es, dass sie darauf aufmerksam gemacht werden (auch wenn es unangenehm scheint).
Verantwortung des Vorstandes Der Vorstand eines Vereins hat unter gewissen Umständen eine Mitantwortung in Bezug auf den Flugbetrieb und das Verhalten der Vereinsmitglieder. Entsprechend könnte er in bestimmten Schadenfällen zur Rechenschaft gezogen werden.
Ausbildung Die Vereinskultur sollte Integrationskultur leben, sodass Jung- oder Neupiloten von Vereinsmitgliedern betreut, eingeführt und eingeschult werden. Dazu gibt es verschiedene Ansätze wie z.B.: Flugschulung am Doppelsteuer oder intensive fachkundige Begleitung von einem «Götti». Auch sollten die theoretischen Grundlagenkenntnisse der generellen Flugmechanik vermittelt werden. Damit wird sichergestellt, dass der Pilot sein (z.B. neues Flugmodell) richtig einstellen kann. Dazu gib es eine PowerPoint-Präsentation im Rahmen des im we.fly-Projekts entwickelten Workshops.

 

2. Vom Modellflug verzaubert aus der AeroRevue 11/2017, Textpassage 'Sicherheit geniesst höchste Priorität': 

Die Piloten haben beim Bau ihrer zum Teil sehr aufwändigen Flugmodelle viel Idealismus und Kreativität benötigt, bis ihr Flugzeug zum Erstflug abhob. Geduld und Disziplin ist bei der Flugerprobung unabdingbar, bis alles richtig eingestellt ist und einwandfrei funktioniert. Showflugpiloten kennen ihr Handwerk bestens und beherrschen das vor Publikum vorgeführte Flugmodell. Das verlangt die Showflugleitung von jedem Piloten, der am Flugtag auftritt. Der zugewiesene Flugraum wird am Briefing nochmals bekannt gegeben und alle Sicherheitsbestimmungen werden genau erklärt. Während der Show wird die Vorführung stets überwacht und falls nötig wird eingeschritten. Die Sicherheit geniesst am Flugtag Hausen höchste Priorität und wird vom OK ständig hinterfragt.

 

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